| Begriff | Definition |
|---|---|
| Aggregat |
Spielform mit zwei Spielern, die ein Team bilden, wobei jeder seinen eigenen Ball spielt und die Resultate beider Spieler zum Abschluss addiert werden. Die normale Spielvorgabe wird pro Teamspieler wie bei einem Einzel für die Runde ermittelt. Die Rundenergebnisse der beiden Spieler werden addiert. Diese Spielform ist als Stableford, Zählspiel oder gegen Par möglich. |
| Ausschreibung |
Um Teilnehmer für ein Golfturnier zu gewinnen, findet in der Regel eine Ausschreibung statt, in der die Bedingungen angegeben sind, unter welchen dieses Wettspiel stattfinden soll. In der Ausschreibung wird zum Beispiel festgelegt, wer teilnehmen darf, wie viele Preise es gibt, welcher Wettspielmodus gespielt wird, ob das Turnier Vorgabewirksam ist und vieles mehr. |
| Auswahl-Drive |
Eine Variante des klassischen Viereres, bei der beide Spieler eines Teams abschlagen und dann mit dem besseren Ball abwechselnd weitergespielt wird. Spielen beide Spieler eines Teams ins Aus, so beschränkt sich das Wahlrecht darauf, dass einer der beiden Spieler den den nächsten Schlag vom Abschlag ausführt. Bei einem gemischten Paar darf in diesem Falle der Herr den nächsten Schlag vom Damenabschlag ausführen. |
| Chapman-Vierer |
Der Chapman-Vierer ist eine Vierer-Variante, bei der beide Partner an jedem Loch abschlagen. Den zweiten Schlag macht jeder Spieler mit dem Ball seines Partners, und erst nach diesem zweiten Schlag entscheiden sie sich, welchen Ball sie abwechselnd weiterspielen, bis das Loch beendet ist. Beispiel: Spieler A und B schlagen ab, beide treffen das Fairway. Den zweiten Schlag macht A mit dem Ball von B und schlägt ins Rough. B macht seinen zweiten Schlag mit dem Ball von A, wieder Mitte Fairway. Die Partner entscheiden sich, diesen Ball weiterzuspielen, den Ball im Rough heben sie auf. Den nächsten Schlag macht nun A und abwechselnd wird nun dieser Ball bis zum Einlochen gespielt. Immer häufiger setzt sich folgende Regelung durch: An Par 3-Löchern schlagen beide Partner ab und wählen jetzt schon den besseren Ball, der bis zum Einlochen abwechselnd gespielt wird. Informieren Sie sich hierüber bei der Spielleitung. Vorgabe: Auf- oder abgerundet halbe Summe der Vorgaben bieder Spieler. |
| EDS-Runde |
Mit Extra Day Score-Runden (EDS-Runden) können Golfspieler auch außerhalb von Turnieren ihr Handicap verbessern. Die Runden werden privat gespielt. Sie müssen jedoch vorher im Clubsekretariat angemeldet werden, der Spieler darf höchstens die Stammvorgabe −11,5 (oder schlechter) haben, und die Person, die den Score aufschreibt (der Zähler), muss eine Stammvorgabe ab -36 haben (Golfprofessionals dürfen keine Zähler bei einer EDS-Runde sein). In den Vorgabenklassen 3 und 4 (Stammvorgaben −11,5 bis −26,4) dürfen in einem Kalenderjahr nicht mehr EDS-Runden als vorgabenwirksame Turniere gespielt werden. EDS-Runden sind auf 18 Loch festgelegt. Sie können laut den Regularien des DGV nur auf dem Heimatplatz des Spielers gespielt werden, also in dem Club, der die Vorgabe des Spielers führt. |
| Flaggenwettspiel |
Das Flaggenwettspiel wird nach den Regeln des Zählspiels, bei voller Vorgabe gespielt. Jeder Spieler erhält eine Fahne für Brutto und/oder Netto, die er nach Ableistung seiner ihm zustehenden Schlagzahl dort steckt, wo sein Ball liegt. Gewinner ist derjenige, der am weitesten mit seiner Fahne kommt, ggf. über das 18. Loch hinaus, Brutto sowie Netto. Auf der Scorkarte werden die Brutto-Schlagzahl eingetragen, zusätzlich wird vermerkt, wo die Brutto- und / oder Netto-Fahne gesteckt sind. Die Spielleitung stellt dann die Gewinner fest. |
| Florida-Scramble |
Wird genauso gespielt wie Texas Scramble mit dem einzigen Unterschied, dass jener Spieler, dessen Ball zum Weiterspielen ausgewählt wurde, bei diesem Schlag aussetzen muss. Beispiel: Alle Spieler A, B, C und D schlagen ab. Man wählt den Ball von Spieler B. Nun wird der nächste Schlag von den Spielern A, C und D ausgefährt. Spieler B muss pausieren, usw. bis zum Einputten. |
| Gegen Par |
Das Wettspiel Gegen Par wird nach den Regeln des Zählspiels, bei voller Vorgabe gespielt. Sinn dieses Spieles ist es, gegen den Platz "Par" zu spielen. Hier gibt es nur drei mögliche Ergebnisse pro Loch: Lochgewinn (+), Lochverlust (-) oder unentschieden (0). Lochgewinn bedeutet besser als Par = + Lochverlust bedeutet schlechter als Par = - Unentschieden bedeutet Par = 0 Gewinner ist der Spieler, welcher am höchsten gegen den Platz gewonnen hat. Die Höhe des Lochverlustes spielt keine Rolle, sie ergibt immer nur ein Minus (-). Das Wettspiel gegen Par ist dem Lochwettspiel sehr ähnlich. Sie spielen hier Loch für Loch gegen einen imaginären Gegner, den Platz. Wenn Sie den Platz besiegen wollen müssen Sie besser als (Netto-) Par spielen. |
| Klassischer Vierer |
Beim klassischen Vierer schlagen die Spieler der Paarung abwechselnd. Sie entscheiden vorher, wer am ersten Tee abschlagen wird; den nächsten Schlag führt der Partner aus usw., bis zum letzten Putt. Am nächsten Abschlag muss dann der andere Partner abschlagen, unabhängig davon, wer gerade eingelocht hat. Das bedeutet, dass Partner A immer an den ungeraden Löchern abschlägt und Partner B immer an den geraden. Strafschläge beeinflussen die Spielreihenfolge nicht. Wichtig: Wird außer der Reihenfolge gespielt, zählt dieser Schlag nicht; der Ball wird an seine ursprüngliche Lage zurückgelegt, die Paarung erhält zwei Strafschläge und der richtige Partner spielt weiter. Vorgabe: Auf- oder abgerundet halbe Summe der Vorgaben beider Spieler. |
| Lochspiel |
Das "Lochspiel" wird auch Match Play genannt. Bei dieser Spielform wird nicht die Zahl der Schläge für alle Löcher zusammengezählt, sondern es wird "um jedes Loch" gespielt (der Spieler mit der geringeren Anzahl der Schläge gewinnt das Loch). |